Reisebericht zur 1. Kakteenreise – eine Reise zu den Sclero- & Pediocactus
Resümee
Die Reise ist zu Ende. Die Zeit der Planung ab den Januar 2008 verging schneller als gedacht…
Es begann damit, dass ich meine Kakteensammlung von Mexicanern auf „Winterharte Kakteen“ umgestellt habe. Ab sofort gilt also mein Interesse diesen Kakteen.
Mein Bruder plante bereits eine Reise in die USA die im September starten soll. So erfuhr ich einiges über seine Reiseroute und sah mir diese auf der Karte an. Aha, die führt ja da lang, wo auch meine Kakteen wachsen!
Innerhalb sehr kurzer Zeit stand der Entschluss ebenfalls eine Reise in die USA – zu den Kakteen zu machen.
Die nächste Zeit verging damit die Preise für einen Flug nach Denver zu eruieren, der SUV musste gebucht werden – damals wusste ich noch nicht mal was ein SUV ist und warum man diesen unbedingt benötigt…
Wichtiger waren aber die Standorte der Kakteen zu finden! Denn wo sonst in dem Weiten suchen? Auf gut Glück geht das nicht.
Das Internet und andere Kakteensammler waren mir dabei behilflich. Ich fand Satellitenbilder von Standorten, GPS-Daten usw. Anhand der Standorte wurde die grobe Reiseroute bestimmt. Das ich dabei an den ganzen NPs und sonstigen Dingen vorbeikam, das merkte ich erst später! Ich fand zu dieser Zeit auch das „Forum Discover Amerika“ wo viele Fragen geklärt wurden, ich von den Hoodoos erfuhr…
An dieser Stelle dem Forum nochmals meinen Dank!
Es war soweit, ich war in den USA. Es hatte alles bisher besser nicht sein können, alles lief 1A. Ich fand meinen ersten Kaktus in „Freier Wildbahn“ in Denver, für nach Grand Junction, Green River, Hanksville, Boulder, Page, Mexican Hat, Durango, der La Boca Ranch, wieder nach Grand Junction und zurück nach Denver. Ungezählt die Wege und Straßen runter von der Strecke ins Gelände.
Die Leute in Amerika waren nett und hilfsbereit, außer mancher Navajoa, das Auto war gut, es machte Freude mit dem RAV4 unterwegs zu sein.
Ein ganz großes Problem: „Privatgelände, betreten verboten“ und die allgegenwärtigen Zäune. Ich sah manche Standorte und kam nicht hin…
Zum Schluss möchte ich sagen:
Ich habe eine Reise durch ein Land mit einer großartigen, teils überwältigenden Landschaft erlebt, sprach mit netten, hilfsbereiten und freundlichen Menschen, erlebte Schnee, Frost und Wüste mit 30°, fuhr über 3100m hohe Berge und weite Ebenen, fand manche Kakteen von denen ich das nie erwartet habe (in voller Blüte), konnte manche Standorte nicht aufsuchen weil ich einfach nicht rankam, manche Kakteen waren noch nicht soweit das sie blühten – ich fand jedoch mehr Kakteen als manch anderer Kakteenfreund, die fanden nur 2 Arten – machte meine Erfahrung mit dem Alltag, hatte meinen ersten Flug in meinem Leben, es gab keinerlei Probleme. –
Mit dieser Reise bin ich mehr als zu Frieden!
Bemerkungen zur 1. Reise aus heutiger Sicht, 3 Jahre später:
Natürlich bin bei meiner 1. Reise aus Unkenntnis an etlichen Standorten von Pflanzen direkt vorbeigefahren, siehe z.B. das Gebiet um Torrey herum.
Trotzdem habe ich bis heute meist zu hören bekommen, das ich damals für meine 1. Reise und ohne genauere Standortkenntnisse, eine sehr erfolgreiche Kakteentour hatte.
![]()