Reisebericht zur 1. Kakteenreise – eine Reise zu den Sclero- & Pediocactus
30.April, Rückflug nach München, Autobahnfahrt nach Syrau – ich bin wieder da
Nach einer ruhigen Nacht wachte ich gegen 7Uhr auf, machte mich fertig und ging zum Frühstück. Es gab Frühstückseier, allerdings etwas hart und innen verfärbt, aber immerhin Eier.
Ich machte in aller Ruhe mein Frühstück und ging Koffer packen. Ich machte die Elektronik für das Handgepäck fertig, packte meine Sachen alle ein – und war fertig für den Rückflug!
Der Shuttle brachte mich 10.30Uhr zum Flughafen, mein Flug ging 14Uhr rum. Wie fuhren die 17 Meilen vom Hotel zum Airport, obwohl das Hotel eigentlich direkt am Airport liegt. Dimensionen haben hier eine andere Bedeutung.
Am Terminal West angekommen fuhr ich gleich mit dem Lift in die Ebene 6 hoch zum Schalter der Lufthansa. Hier wurde wieder mein Reisepass durchgezogen – fertig! Nur, wo sitze ich denn? Alle guten Plätze waren schon weg, na gut, dann eben im Gang, so kann man wenigsten die Beine lang machen. Ich hatte einen Platz recht weit vor über der Tragfläche.
Ich machte noch ein paar Bilder im Flughafen und von den allgegenwärtigen Helfern, die durch ihre Cowboyhüte auffallen, bevor ich zu den Gates ging, besser mich habe fahren lassen.
Vor den Gates durch die Personenkontrolle. Die Officer sehen hier durch ihre schwarz-weißen Uniformen und ihre Abzeichen irgendwie eindrucksvoller oder wie soll ich sagen, respektvoller aus als unser Personal in München. Hier war nun etwas mehr zu tun als in Deutschland. Schuhe ausziehen, Gürtel, alles aufs Band legen… Selbst mein Reisepass wurde eingehend untersucht ob er auch echt ist. Ich fragte nach, alles ok? Ja, alles ok.
Meine Elektronik ging völlig ohne Probleme durch, ich selbst auch. Nach der Kontrolle erst mal setzten, die Schuhe anziehen, die rutschende Hose befestigen…
Trotz der vielen Leute ging die Kontrolle recht zügig ab, aber auch ordentlich korrekt!
Ich folgte der wirklich guten Beschilderung im Flughafen zum Gate. Der Denver Int. Airport behauptet von sich selbst, eine sehr gute und benutzerfreundliche Beschilderung & Leitsystem zuhaben – ich kann das nur bestätigen!
Ich war am Gate angekommen, alle Plätze leer, nur ein paar Leute waren schon da. Na gut. Ich ging zum Chinesen mir ein paar Frühlingsrollen und was zu Trinken zu holen, suchte mir eine Platz am Fenster, packte meine Laptop aus und klinkte mich ins Netz des Airports ein und erhielt nach dem obligatorischen Video meinen Internetzugang.
Hier schrieb ich auch die letzten Grüße an das „Forum Discover Amerika“.
Die Maschine aus Deutschland kam eben an und wurde wieder für den Rückflug, meinen, fertig gemacht. Ich traf hier am Gate auch die ersten Deutschen, teils aus Zwickau, 50km weg von Syrau, aus Franken, dem Rheinland…
Boardingtime. Ob ich wiederum das Glück hatte zwei Plätze für mich zu haben? Ich fand meinen Platz gleich ganz vorn, räumte den Kissenkram weg, brachte meine Rucksack in die Ablage, fertig. Das Flugzeug füllte sich…als plötzlich Männer in Uniform kamen, Koffer trugen und mit ernstem Gesicht gingen. Was war nun los? Einige Minuten später brachten sie den schmalen Gang lang in einem Spezialrollstuhl eine ältere Frau angefahren. Das EKG piepste, ein Tropf hing…
Noch immer war der Platz neben mir frei. Es kann eine junge Frau und suchte mit Blicken ihren Platz, aha, meine Nachbarin.
Wir hoben mit etwas Verspätung in Denver ab, es sollte ein ruhiger Flug werden.
Ich kam mit meiner Nachbarin ins Gespräch, wir einigten uns auf das ‚Du‘ und erzählten jeder woher, wohin, was es eben so zu erzählen gibt. Die Frau kam aus einem 5 monatigen(!) Skiurlaub zurück… Die Zeit verging, zu sehen gab es eh nix, die Filme lenkten etwas ab. Es gab reichlich zu Trinken, die Schubsen waren freundlich.
Deutschland nahte…Frankfurt…und endlich München. Wir landeten pünktlich kurz vor 8Uhr, ich ging zur Gepäckausgabe und rief hier gleich meinen Shuttle zum Hotel nach Manhartsdorf an, denn dort stand ja mein Auto. Er sei eben von Flughafen losgefahren, sei aber in 45Minuten wieder da. Na gut, ich musste eh auf das Gepäck warten. Nach 15 Minuten kam auch mein gelber Koffer, wie gut das er Gelb ist, so fällt er gleich aus der Masse der dunklen Koffer auf. Ich ging zum Zoll/Einreise, nach einem kurzen Blick auf den Reisepass war ich wieder in Deutschland.
Der Fahrer kam wie versprochen, wir fuhren die 25 Minuten zu meinem Auto. Das stand da beim Hotel auch noch, äußerlich keine Schäden zu sehen, alles ok, Danke bis zum nächsten Mal. Auf Wiedersehen.
Ich stieg ins Auto ein und hier startete legte den ersten Gang ein und fuhr los. Warum fährt das Auto nicht schneller? Und was ist das für ein Geräusch? Ach so, ich muss ja per Hand schalten… An der ersten Kreuzung war der Motor abgewürgt worden, auch ja, die Kupplung…
Ich befreite durch Bremsen die Bremsscheiben vom Flugrost, damit sie im Ernstfall auch ordentlich funktionieren. Nach kurzer Zeit war ich auch schon auf der Autobahn in Richtung Heimat. 130 waren hier erlaubt, die fuhr ich auch. Hinter mir fuhr einer so dicht auf, dass ich sein Nummernschild nicht mehr sehen konnte, nur seine Lichthupe – ich war wieder in Deutschland! Wie schön und sicher ist das Autofahren in den USA!
Ich hatte 300km vor mir. Laut Navi erreiche ich Syrau um 12.30Uhr. Heute war ja der 1.Mai, Himmelfahrt. Der Verkehr war gering, die Straßen frei. Ich kann hoch zur A72, fuhr in Richtung Osten nach Plauen. Durch Plauen durch.
Hier erst wurde mir bewusst, was wir in Deutschland doch für ein Grünes Land haben. Ich letzten Tage war ich Sand, Steine und Wüste gewöhnt!
Ich kam wirklich um 12.30 in Syrau an.
Heute am 1.Mai hat meine Mutter Geburtstag, am Nachmittag kamen Gäste. Ich packte erst mal das Nötigste aus, ging ins Gewächshaus zu den Kakteen. Viele Blüte hatte ich verpasst, aber Pediocactus knowltonii, den ich bei der La Boca Ranch vergeblich suchte, begrüße mich mit ein paar Blüten.
Die Katzen suchte ich im Haus und die konnte sich vor Freude nicht mehr retten. Schnurren, treten, Miau…
Ich war wieder in Syrau, meine Reise ist zu Ende!
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