Reisebericht zur 1. Kakteenreise – eine Reise zu den Sclero- & Pediocactus

14. & 15. April – es geht los!

Am 14.April fuhr ich nach dem Mittag in Syrau mit meinem Auto los nach Wartenberg in das Hotel in der Nähe des Flughafens München. Dort konnte ich auch mein Auto parken. Die 300km Autofahrt gingen ruhig von statten, mich drängte ja nichts. Vorher erfolgte eine letzte Kontrolle meiner Ausrüstung und der Papiere etc.

Nach einer ruhigen Nacht ging es dann am 15.April mit dem Shuttlebus zum Terminal2. Dort stieg ich direkt am Eingang zum Terminal2 aus, nahm meine Koffer und fand direkt in der Türe einen Reisepass den jemand verloren hatte.
So ging ich direkt nach dem Eingang zu zwei dort wartenden Damen des Flughafenpersonals um den Ausweis abzugeben. Ich frage eine der Damen dort gleich wie denn dass nun auf dem Flughafen „so geht“. „Haben Sie ein E-Ticket?“ Ja, habe ich.
Was nun kommt finde ich einfach super: Direkt am Eingang wurde mein Reisepass durch einen Scanner gezogen, der neue mit Chip – FERTIG! Es wurde gleich mein Kofferanhänger gedruckt, dieser an gehangen und schon war der Koffer auf einem Band verschwunden und meine Bordkarte erstellt, ich war auch schon eingecheckt. Ich hatte somit direkt am Eingang meinen großen Koffer los und die Bordkarte in der Hand. Laut Bordkarte ging der Flug LH480 vom Gate H18 ab.

Nach der Personenkontrolle am Zugang zu den Gates/Sichertheitsbereich, das ging ohne Probleme und wer nichts zu verbergen hat, der kann hier ohne Angst zu haben durchgehen, und trotz meiner umfangreichen techn. Ausrüstung, ging ich direkt zum Gate H18. Ich hatte noch knapp 2Stunden Zeit, ehrlich gesagt dachte ich dass der Vorgang des Eincheckens und die Personenkontrolle viel länger dauern.

Noch 1 Stunde bis zum Abflug. Es kam Flughafenpersonal und Polizei und forderte uns auf das Gate, die benachbarten Gates auch alle, zu räumen! Wir müssten noch durch die zweite Personenkontrolle, speziell für USA-Reisende. Die haben vergessen einige Türen zu schließen und die Leute konnten ohne zweite Personenkontrolle zu den Gates gelangen.
Die hatten ein echtes Sicherheitsproblem! So etwas darf eigentlich nicht passieren. Nach der 2. Personenkontrolle, hier standen nun logischer weise viele Leute an, konnten wir wiederum nicht zu den Gates, da dieser Bereich erst wieder durchsucht werden musste…
Das Boarding setzte schließlich etwas verspätet ein. Ich fand meinen Platz H36 nach der Tragfläche neben einem Fensterplatz der noch unbesetzt war. Es kam die Durchsage „ Boarding complete“, der Platz neben mir war leer geblieben. Ich hatte also den Fensterplatz und mein Platz für mich. Das war sowohl für die Beine, zum Essen und für meine Kamera ideal, da ich ja Platz hatte.
Mit 30 Minuten Verspätung hoben wir 10Uhr ab, der Flugkapitän sagte einen ruhigen Flug voraus. Kurz danach durchflogen wir einen Luftwirbel eines voraus fliegenden Flugzeuges, der Auftrieb war weg, es ging nach Unten, was die reichlich an Bord vertreten älteren amerikanischen Rentnerdamen zu spitzen Aufschreien veranlasste.

Die Sicht war recht gut, ich schätze so 50% Wolken. Der Flug ging nach Norden in Richtung Nordseeküste, Holland.
England erreichten wir über seiner Ostküste und der Landzunge von Flameborough, weiter über Glasgow, vorbei an der Insel Tiree, Tiree ist eine Insel der Inneren Hebriden in Schottland westlich der Isle of Mull, siehe dazu die Fotos in der Galerie, weiter über den Atlantik, an der Südspitze Grönlands vorbei, dort rissen die Wolken auf und ich konnte die Grönländer Berge sehen, über Kanada und die Hudson Bay, über die nördlichen US-Staaten bis nach Denver. In Kanada gab es noch ein recht merkwürdiges „Kästchenmuster“ am Boden zu sehen, eine Erklärung dessen ist in der Galerie zu finden.

Der Flug LH480 landete pünktlich um 12.15Uhr in Denver. (8 Stunden Zeitverschiebung, später, zu uns) Wir wurden durch „Indianermusik“ , die überall auf den Wegen des Flughafens zu hören ist, begrüßt und begaben uns zur Gepäckausgabe. Kaum angekommen kam mein auffälliger Gelber Koffer auch schon an. Das Kofferband war noch dran, auch sonst keine Beschädigungen, außer ein paar Kratzern eben.
An der Immigration ging es geordnet zu. Auch hier waren schon die Seniorenhelfer des Flughafens Denver zur Stelle. Man erkennt sie leicht an ihrer hellen Westernkleidung und ihren Cowboyhüten. Die kontrollierten nochmals die Einreisedokumente der Passagiere, ob auch alles in Ordnung sei. Ich war der 8. in der Schlange und bereits nach ganz kurzer Zeit winkte mich der Officer zu sich. Ob ich aus Deutschland käme fragte die Dame, wie viel Bargeld usw. Mein Immigrationsticket wurde in den Reisepass gehämmert, sie wünschte „ Gute Reise“ und das war’s auch schon. Völlig problemlos war dann noch der Zoll – Welcome to Amerika!

Nach Hinweisen aus dem „Forum Discover Amerika“ wusste ich das ich den Ausgang rechts zu nehmen hatte und fand mich nach einem kurzem Weg auch schon am Shuttle zu Alamo, das Mietauto abholen. Bei Alamo legte ich mein bereits vorgedruckten Bogen mit Führerscheinnummer usw. vor, ebenso das Voucher.
Die übliche Frage nach einer weiteren Versicherung, Line F3, ich könne mir ein Auto dort aussuchen, alle Autos sein bereits vollgetankt. Ich wollte einen Toyota RAV4 haben und fand dort auch 3 Stück stehen. Ein schöner Schwarzer, leider mit weißer Schrift am Fenster die nicht abzureiben war, viel dadurch weg. Der 2. war auch nicht besser. Bleib ein weinroter aus Illinois. Gutes Profil, Werkzeug war an Board, 27.000Meilen hatte er runter – DAS war mein Auto.
An der Ausfahrt habe ich mit der Dame dort noch die Mängel wie keine Beulen, Kratzer usw. aufgenommen. Nach nicht einmal 1 Stunde nach der Landung saß ich bereits im Auto. Das das so schnell geht hätte ich nicht gedacht. Dann ging es los ins Hotel.

Den Pena Blvd habe ich mir kleiner vorgestellt, wie sollte das erst bei der Interstate 70 werden? Ich hatte mich aber bereits vor Reiseantritt im Internet über die Interstate 70 und ihre Ausfahrten informiert. Siehe den Link: Interstate 70 - alle Ausfahrten . So wusste ich bereits wie es auf der 70 und bei der Ausfahrt 287, bei der ich runter zur Quebec Street musste, aussieht. Nach kurzer Fahrt, die gut zum Kennenlernen des Autos diente, fand ich mein Hotel „Guesthouse Denver Stapleton“.
Das Einchecken lief problemlos, ich packte meinen Koffer auf‘s Hotelbett, machte mich etwas frisch und fuhr dann gleich los gegenüber in den Wal-Mart einkaufen. Vorher allerdings brachte ich im Auto meinen PDA mit TomTom USA drauf zum Laufen, ebenso den Laptop mit Auto-Netzgerät, GPS-Maus und Topo-USA. Beides funktionierte auf Anhieb. Ich kaufte Getränke, mehrere 1 Gallone-Behälter, eine ganze Salami (10 Scheiben kosten 4$, 1 ganze große Salami 8$...), Brot (erst mal Ordentliches finden)und Anderes. Danach musste ich 20 Meilen, eine Strecke, durch den Berufsverkehr von Denver fahren um ein Gartencenter zu besuchen. Ich hatte vorher per Internet bei dem Besitzer nach bestimmten Kakteen gefragt.
Es sei bereits an dieser Stelle bemerkt, das das Autofahren in den USA völlig ohne Stress, Gedrängel und Gehupe geht. Alles geht ganz ruhig und mit großen Sicherheitsabständen von statten. Ich hatte als Ortsfremder keinerlei Probleme dort zu fahren. Das wäre in Deutschland unmöglich…

Abends, ich fühlte mich noch immer munter, war ich wieder im Hotel. Meine Besorgungen in Denver waren erledigt, das Auto war ok, der Tank voll.
Ich habe meinen Laptop ausgepackt und wollte das Internet im Hotel, WLAN, benutzen. Das Netzwerk wurde gefunden, aber die Internetverbindung klappte nicht. Gleiches Problem hatten auch andere Gäste wie ich schnell merkte. Mein Zimmer lag zur Straße und gegenüber war ein Fitnessstudio(?) oder so. In dieses Netzwerk dort konnte ich mich einklinken und hatte Internetzugang. Zum Glück war ich bei der Anschaffung meines Laptop nicht geizig und Fujitsu-Siemens hat eine sehr gute WLAN-Karte eingebaut, denn die Straße war recht breit und das Gebäude recht weit weg. Ich erledigte den E-Mail-Verkehr und ging zum Mexicaner um die Ecke Essen. Ich bestellte ein recht preiswertes „Gedeck“, fragte ob sein Essen auch wirklich scharf sei und nicht für die Touristen abgemildert. Er schaute mich an und meinte sein Essen ist scharf! Es waren nur Mexicaner im Laden, ich der einzige Touri. Das was dann kam war sehr reichlich und sehr gut, auch scharf. Also für einen normalen Menschen nicht zu vertragen/essen.
Wieder im Hotel sah ich mir den Wetterkanal im Fernsehen an, am nächsten Tag sollten einige Wolken kommen.

Ich war in Denver, der Flug war sehr schön, mein 1. überhaupt, das Auto war ok, meine Besorgungen in Denver waren erledigt, ich hatte Internetzugang, das Bett war ok, etwas Fernsehen – es hätte nicht besser laufen können!

Gute Nacht!

 

Katze