über mich
Ich heiße Steffen Schmidt, bin 42
Jahre alt und wohne in Syrau im Vogtland.
Ich besuchte den örtlichen Kindergarten und später
die POS „Ernst Thälmann“ in Syrau; POS — Polytechnische
Ober-Schule.
Nach erfolgreicher Beendigung der 10. Klasse
wollte ich eine Lehre als Elektriker im damaligen Druckmaschinenwerk
'PLAMAG' in Plauen beginnen. Leider gab es, wie ich erst
später
erfuhr, für die fünf Lehrplätze über
80 Bewerber. Aus mir bis heute nicht bekannten
Gründen erhielt ich die Absage erst am Nachmittag des
letzten Tages an dem noch Bewerbungen möglich waren; für mich blieb dann noch die einzige frei Stelle im
Kreis Plauen übrig!
So begann ich
eine Lehre als 'Agrotechniker und Mechanisator' in der LPG
Geilsdorf, LPG — Landwirtschaftliche Produktions Genossenschaft.
Dieser Beruf hat die Pflanzenproduktion in der Landwirtschaft
zur Grundlage. Größtenteils gestaltet sich meine
Ausbildung in der ALV-Anlage in Weischlitz, wo ich nach Beendigung
meiner Lehre tätig geblieben bin. ALV-Anlage ist eine
Anlage zur Anmahne, Lagerung und Verteilung. In meinem Fall
haben wir Kartoffeln eingelagert und überwintert. Dies
waren aber weniger Speisekartoffeln, vielmehr Saatkartoffeln.
Hier wieder größtenteils Hochzucht- und Elitesorten
die den Grundstock für spätere Saatgutbestände
bildeten. Im Sommer lagen die Lagerhallen
für die Kartoffeln leer. Dieser Leerraum wurde für
die Produktion von Champignons genutzt! Den Anbau dieser
Pilze habe zusammen mit einem Kollegen von mir, Horst Fröhlich,
betrieben. So hatte ich im Herbst und Frühjahr mit Kartoffeln
und im Sommer mit Champignons zu tun. Champignons öffneten als heiß begehrte Ware
zu DDR-Zeiten sehr viele Türen…
Durch mein Computerhobby lernte ich Leute kennen, welche in Saalburg an
der Bleilochtalsperre, Thüringen, einen Bootsverleih und
Kioskbetrieb hatten. In dem von ihnen genutzten Gebäude,
das alte Strandbad Saalburg, ein Holzbau unter Denkmalschutz,
war noch eine Art Gaststätte unbesetzt. Diese bauten
wir als Café aus und ich wechselte so die Arbeitsstelle
von der Landwirtschaft zu einer im gastronomischen Bereich.
Dieses Saisongeschäft betrieb ich drei Jahre. Ein Jahr
noch zur DDR-Zeit, im Zeiten die Wendezeit. Das Letzte dann
als Bundesbürger. Ich konnte bei meiner Tätigkeit
sehr viele Erfahrungen im Umgang mit Menschen sammeln. Bestand
doch meine Arbeit von früh bis abends aus dem Kontakt
mit den verschiedensten Leuten. Dieser Job war, wie schon
gesagt, ein reines Saisongeschäft. Ruhetage oder so
etwas gab es nicht. Es wurde von Mitte Mai bis Oktober, je
nach Wetter, ohne einen Tag Pause gearbeitet. Das Geschäft musste leider aus nicht selbstverschuldteten Gründen aufgelöst werden.
Nun musste ich mich nach einer neuen Arbeitsstelle umsehen.
In meinem Beruf war nicht an Arbeit zu denken. Da ich mich
beruflich jedoch auch verändern wollte, wandte ich mich
an das Arbeitsamt Plauen. Es wurde mir eine Umschulung zum
Informationselektroniker angeboten. Ich saß nun wieder
2¼ Jahre auf der Schulbank. In einer Plauener Büroorganisationsfirma
absolvierte ich ein dreimonatiges Betries-Praktikum. Nach
meinem Berufsabschluss wurde ich dort als Techniker eingestellt.
Mein Arbeitsbereich bestand aus der Wartung, Installation
und Programmierung von Kopiergeräten, Gastronomie- und
Registrierkassen, Computern und Netzwerken, Telephonanlagen
und Telekommunikationsgeräten. Größtenteils
war ich dort im Außendienst unterwegs.
Später absolvierte ich einen dreimonatigen
Englischkurs in einer EU-geförderten Weiterbildungsmaßnahme. Anschließend
erfolgte eine einjährige Weiterbildung zum Softwareentwickler
und Programmierer. Schwerpunkte waren hier Webdesign, die
Softwareentwicklung und Programmieren selbst.
Ich erlernte meinen dritten Beruf bei einer Firma in Plauen. Dort und später im Berufspraktikum in einem Ausbildungsbetrieb, wurde ich zum Mediengestalter, Spezialisierung Print, Fachrichtung Mediendesing ausgebildet, welche 2007 beendet war.
Seit 2007 arbeite ich als Selbständiger in meiner Firma für Computer Hard- & Software, Netzwerke, Telekommunikation, Printmedien u.v.m.
Meine Hobbys
Computer
Zu der Zeit, als mein Bruder als Physiklehrer an der POS
in Weischlitz tätig war, wurde dort der Computer KC85/2
im Unterricht eingeführt. Diesen Rechner hatten wir
am Wochenende im elterlichen Wohnzimmer in Syrau stehen.
So begann meine Leidenschaft für diese Blechkästen
welche bis heute anhält und später mein Beruf geworden
ist. Wir schrieben erste Programme in KC-85 BASIC zur Darstellung
von Sinuskurven. Eingesetzt wurde das Programm später
im Unterricht um Auswirkungen von Parameteränderung
der Sinuswerte graphisch zu demonstrieren. Damals war gerade
der C64 aktuell. Solch ein Rechner kostet in der DDR 4000.-Mark.
Durch meine Verwandtschaft im 'Westen' hatte das Glück
an etwas D-Mark zu gelangen. So kaufte ich mir im Intershop
in Zwickau einen C64. Dies war mein erster eigener Computer. Leider
habe ich die 'Brotbüchse' heute nicht mehr. Später
hörte ich vom AMIGA von Commodore, welcher großartige
graphische und soundtechnische Möglichkeiten
besaß. Solch ein Rechner musste her! Ich hatte dann
sicher einen der ersten AMIGA's in der DDR. Software
war schwer zu bekommen, war er ja noch spärlich vertreten.
Später folgte dann mein erster DX-2/66.
Damals noch für 2500.- D-Mark. Na ja, heute steht hier
eine kleine schnelle WS im Netzwerk. Zum aktuellen Computer
gibt es einen eigenen Menüpunkt.
Kakteen
Mit 11 Jahren begann ich mich für Kakteen zu interessieren.
Kakteen sind bis heute Hobby Nummer Eins geblieben. Na fast,
der Computer steht nicht weit nach. Es begann mit ein paar
Pflanzen im Fenster, später folgte ein Frühbeet.
Der Unterschied in der Bedornung und Entwicklung der Pflanzen
zwischen Zimmer und Frühbeet war beeindruckend! Von
meinem Lehrlingsgeld kaufte ich mir später mein Gewächshaus
vom Typ 'Plauen' aus dem 'Stahlbau Plauen' welches ich noch
heute nutze!
Meine erste Sammlung habe ich aus heutiger Sicht,
leider, verkauft. Damals war es mir nicht mehr möglich,
als ich in Saalburg arbeite, mich um die Kakteen zu kümmern.
So habe ich erst vor 8 Jahren begonnen meine zweite Sammlung
aufzubauen. Auch diese Sammlung, Mexicaner, ist Geschichte. Heute habe ich ausschließlich Winterharte kakteen in Kultur, hier speziell die Nordamerikaner. Weiteres zu meinen Kakteen finden Sie untern
dem Menüpunkt Kakteen.
Katzen
Wichtiger Bestandteil meines Lebens sind Katzen. Seit meiner
Kindheit habe ich, von sehr kurzen Unterbrechungen abgesehen,
ständig mit diesen flauschigen Sohlengängern
zu tun. Dies war auch der Grund mich näher mit diesen
sanften Tieren zu beschäftigen. Auch hier gibt es
wieder einen eigenen Menüpunkt Katzen.
Natur
Ich liebe die unveränderte Natur, gehe mit offenen Augen
durch sie hindurch, freue mich an Kleinigkeiten und der unendlichen
Vielfalt. Mich interessieren Nischenpflanzen, Pilze und Orchideen,
Echsen und Schlangen.
Aquarium
Ich hatte mal ein größeres Aquarium mit Malawi-Buntbarschen.
Auch Rote Chichliden hatte ich mal. Komisch eigentlich, das
sehr viele Kakteensammler auch Aquarianer sind oder
waren! Heute habe ich mich von den Fischen getrennt. Ich
kann nicht alles machen…
Lesen
Ich lese sehr viel. Was ich nicht lese sind Romane, Krimis
und solche Sachen eben. Mir gefallen halt wissenschaftliche
Reiseberichte, Fachbücher und Zeitschriften, hier
die c't. Ich mag besonders alte Bücher, auch, oder
gerade in alter deutscher Schrift.
![]()